Auswahl Löschmittel

Bei der Auswahl von Löschmitteln (Brandbekämpfungsmitteln) müssen Sie systematisch eine Reihe technischer und organisatorischer Kriterien berücksichtigen. Nachfolgend ist dies in einer Infografik dargestellt und darunter eine Erläuterung in Wort und Schrift.

1. Was ist die Brandklasse?

Für welche Art von Brand muss das Löschmittel geeignet sein:

  • A: Feste Stoffe (Holz, Papier)
  • B: Flüssigkeiten (Benzin, Öl)
  • C: Gase
  • D: Metalle
  • F: Fette (Küchenbrände)

Wählen Sie anschließend ein passendes Löschmittel aus.


2. Elektrische Risiken

Ist elektrische Spannung vorhanden, ist es wichtig, dass das Löschmittel den Strom nicht leitet. Wasser leitet Elektrizität, aber CO₂ oder Pulver zum Beispiel nicht.


3. Wirksamkeit und Löschleistung

  • Wie schnell löscht das Mittel den Brand?
  • Wie groß ist die Löschleistung (z.B. 21A, 183B)?

Dies wird in Klassifizierungen nach Normen festgelegt.


4. Umgebungsfaktoren

  • Drinnen oder draußen?
  • Temperatur (Frostempfindlichkeit von Wasserlöschern)
  • Belüftung (CO₂ kann Erstickungsgefahr darstellen)

5. Personensicherheit

  • Giftigkeit des Löschmittels
  • Sichtbarkeit während des Gebrauchs (Pulver erzeugt Staubwolken)
  • Erstickungsgefahr (CO₂)

6. Folgeschäden

  • Wasser → Wasserschaden
  • Pulver → Korrosion und Verschmutzung
  • CO₂ → minimale Schäden (für IT-Räume geeignet)


7. Wartung und Instandhaltung

  • Planen Sie auch die regelmäßige Kontrolle der Löschmittel ein.
  • Und überprüfen Sie die Lebensdauer des Löschmittels.


8. Platzierung und Zugänglichkeit

  • Löschmittel müssen leicht und schnell zugänglich sein.
  • Zudem muss eine ausreichende Abdeckung gewährleistet sein, damit die Gehstrecke begrenzt ist.

Gesetzgebung und Normen

Neben NEN-Normen spielen auch folgende eine Rolle:

  • Bauverordnung / Bauwerk-Umwelt-Verordnung (Bbl)
  • Arbeitsschutzgesetzgebung (RI&E-Pflicht)

Bei der Auswahl und Anwendung von Löschmitteln sind u.a. folgende Normen relevant:

  • NEN 2559
    Instandhaltung von tragbaren Feuerlöschern
  • NEN-EN 3 (Reihe)
    Anforderungen, Leistungsmerkmale und Prüfungen von tragbaren Feuerlöschern
  • NEN 4001
    Projektierung von tragbaren und fahrbaren Feuerlöschern
  • NEN 3011
    Sicherheitsfarben und -zeichen (Kennzeichnung von Löschmitteln)
  • NEN-EN 1866
    Fahrbare Feuerlöscher

In Tabellenform


Richard Winter

Vielleicht auch interessant?

Alles über die CE-Kennzeichnung

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über alle Themen rund um die CE-Kennzeichnung. Von einer ersten Einführung bis hin zu spezifischen Richtlinien und praktischen Werkzeugen.

 

Einführung & Tools

Einführung CE-Kennzeichnung

Eine übersichtliche Einführung in die CE-Kennzeichnung: Was ist sie, wann ist sie obligatorisch und wie geht man vor?

Mehr lesen →
Nützliche Tools für die CE-Kennzeichnung

Ob ein Produkt CE-gekennzeichnet werden muss, hängt von den anwendbaren Richtlinien oder Verordnungen ab.

Mehr lesen →
CE-tool.com – Erstellen Sie das CE-Dossier

CE-tool.com ist ein kostenloses Online-Programm, mit dem Sie das CE-Dossier für Ihr Produkt erstellen können.

Mehr lesen →
Konformitätserklärung

Mit dieser Erklärung bestätigt der Hersteller, dass das Produkt den anwendbaren Richtlinien entspricht.

Mehr lesen →
Wann ist eine benannte Stelle obligatorisch?

Ob Sie eine benannte Stelle (Notified Body - NoBo) beauftragen müssen, hängt von der Richtlinie oder Verordnung ab, die auf Ihr Produkt zutrifft.

Mehr lesen →
Was kostet die CE-Kennzeichnung?

Die Kosten der CE-Kennzeichnung hängen stark von der Komplexität des Produkts ab.

Mehr lesen →
Importeurspflichten

Als Importeur von Produkten aus Nicht-EWR-Ländern sind Sie verpflichtet zu prüfen, ob die Waren den anwendbaren Richtlinien entsprechen.

Mehr lesen →
Beratung CE-Kennzeichnung

Benötigen Sie Hilfe beim CE-Prozess? Euronorm hilft mit Beratung, maßgeschneiderten Kursen und der Erstellung technischer Dossiers.

Mehr lesen →

Maschinen & Anlagen

CE-Kennzeichnung Maschinen

Bei der CE-Kennzeichnung einer Maschine beginnt man mit der Festlegung der anwendbaren Richtlinien.

Mehr lesen →
Die neue Maschinenverordnung (EU) 2023/1230

Die neue Maschinenverordnung EU 2023/1230 ersetzt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.

Mehr lesen →
Änderungen der Maschinenverordnung gegenüber der Maschinenrichtlinie

Was sind die wichtigsten Änderungen bei der Einführung der neuen Maschinenverordnung?

Mehr lesen →
Was ist eine unvollständige Maschine?

Lesen Sie, wann der Begriff „unvollständige Maschine“ anwendbar ist und welche Verpflichtungen damit verbunden sind.

Mehr lesen →
Was ist eine signifikante Änderung?

Lesen Sie, wann eine neue CE-Kennzeichnung nach einer Änderung eines bestehenden Produkts obligatorisch ist.

Mehr lesen →

Elektrische Produkte & Beleuchtung

Elektrische Produkte CE-Kennzeichnung

Stellen Sie ein Produkt her, das an 230V oder 400V angeschlossen wird? Dann ist oft die Niederspannungsrichtlinie anwendbar.

Mehr lesen →
Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU

Gilt für elektrische Produkte, die an 50V–1.000V AC oder 75V–1.500V DC angeschlossen sind.

Mehr lesen →
EMV-Richtlinie 2014/30/EU

Wenn ein Produkt Elektronik enthält, fällt es fast immer unter die EMV-Richtlinie.

Mehr lesen →
Richtlinie über Funkanlagen 2014/53/EU

Gilt für Funkanlagen, die absichtlich Funkwellen aussenden und/oder empfangen.

Mehr lesen →
RoHS 2011/65/EU

Die RoHS-Richtlinie beschränkt die Verwendung umweltgefährdender Stoffe in elektrischen und elektronischen Produkten.

Mehr lesen →
Beleuchtungsarmaturen

Beleuchtungsarmaturen fallen fast immer unter die Niederspannungsrichtlinie.

Mehr lesen →

Sonstige Richtlinien & Produkte

Druckgeräte – PED-Richtlinie

Verwenden Sie druckhaltende Teile wie Kessel, Tanks, Rohrleitungen und Armaturen in einer Baugruppe? Dann kann die PED anwendbar sein.

Mehr lesen →
ATEX 114 – Explosionsgefährdete Bereiche

ATEX 114 gilt, wenn Sie ein Produkt herstellen, das in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt wird.

Mehr lesen →
Spielzeugrichtlinie

Bei Spielzeug gelten Sicherheitsanforderungen bezüglich Entflammbarkeit, chemischer Zusammensetzung und mechanischer Eigenschaften.

Mehr lesen →

Sehen Sie sich unser komplettes Kursangebot an

Von NEN 3140 bis ATEX – alles online verfügbar mit Zertifikat.

Zum Webshop →

 

Haben Sie Fragen zur CE-Kennzeichnung? Oder wünschen Sie Unterstützung oder Beratung, kontaktieren Sie uns unter richard@euronorm.net oder sehen Sie sich unsere Beratungsleistungen an.

 

Autor: Drs. Richard Winter

 

Alles über NEN 3140

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Themen rund um NEN 3140: von der Beauftragung von Personen bis hin zur Prüfung von elektrischen Anlagen, Geräten und Anforderungen an sicheres Arbeiten.

 

Beauftragungen

Elektrische Sicherheitsanforderungen NEN 3140

Im Bereich der elektrischen Sicherheit ist es die Aufgabe des Arbeitgebers, dafür zu sorgen, dass elektrische Anlagen, Geräte und Vorrichtungen sicher verwendet werden können. NEN 3140 bietet hierfür den Rahmen.

Weiterlesen →
Beauftragungen NEN 3140 – IV, WV, VP und VOP

Gemäß NEN 3140 müssen Personen vom höchsten Verantwortlichen in der Organisation schriftlich beauftragt werden. Lesen Sie alles über die Beauftragungen des Anlagenverantwortlichen, Arbeitsverantwortlichen, befähigten Person und ausreichend unterwiesenen Person.

Weiterlesen →
Anlagen- und Arbeitsverantwortlicher (IV/WV)

Der Anlagenverantwortliche (IV) ist verantwortlich für die Sicherheit elektrischer Anlagen und die Beauftragung anderer Funktionsträger. Der Arbeitsverantwortliche (WV) ist verantwortlich für die Sicherheit während der Arbeiten.

Weiterlesen →
Befähigte Person (VP)

Eine befähigte Person hat mindestens eine niedrigere Ausbildung in der Energietechnik oder gleichwertig und ist in dem Fachgebiet versiert. Die VP darf selbstständig elektrotechnische Arbeiten ausführen.

Weiterlesen →
Ausreichend unterwiesene Person (VOP)

Ausreichend unterwiesene Personen sind nicht-elektrotechnische Personen, die in begrenztem Umfang elektrotechnische Arbeiten ausführen dürfen, sofern sie über die elektrischen Gefahren, denen sie begegnen können, unterwiesen wurden.

Weiterlesen →

NEN 3140 Prüfungen

Prüfungen NEN 3140

NEN 3140 stellt Anforderungen an die Prüfung elektrischer Anlagen und Arbeitsmittel. Diese müssen regelmäßig durchgeführt werden, wobei der Anlagenverantwortliche die Prüffrequenz festlegt.

Weiterlesen →
Alles über die Prüfung elektrischer Geräte

Die NEN 3140 Prüfung elektrischer Geräte besteht aus einer Sichtprüfung und Messungen. Lesen Sie alles über die Sichtkontrolle, die Messungen, wer befugt ist und häufig gestellte Fragen.

Weiterlesen →
Prüfaufkleber für Prüfungen

Nach einer NEN 3140 Prüfung ist es üblich, einen Prüfaufkleber auf dem elektrischen Gerät oder Arbeitsmittel anzubringen. So ist auf einen Blick ersichtlich, wann das Mittel zuletzt geprüft wurde und wann die nächste Prüfung geplant ist. Unsere Vinyl-Prüfaufkleber (25 mm) sind für alle gängigen Arbeitsmittel geeignet.

Prüfaufkleber ansehen →

Sicheres Arbeiten

Spannungsfreischaltung bei elektrotechnischen Arbeiten

Bei elektrotechnischen Arbeiten muss die Anlage oder das Gerät spannungsfrei geschaltet werden. Es gibt zwei Varianten: Spannungsfreischaltung für elektrotechnische Arbeiten und für nicht-elektrotechnische Arbeiten. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Situation.

Weiterlesen →
Spannungsfreischaltung für nicht-elektrotechnische Arbeiten

Bei nicht-elektrotechnischen Arbeiten geht es darum, dass das Gerät nicht unbeabsichtigt anläuft. Die Anforderungen hierfür sind weniger streng als bei elektrotechnischen Arbeiten.

Weiterlesen →
Lock Out Tag Out (LOTO)

Lock Out Tag Out (LOTO) ist ein Sicherheitsprotokoll, das verhindert, dass Maschinen oder Anlagen während der Wartung, Reinigung oder Reparatur unbeabsichtigt eingeschaltet werden. Obligatorisch bei risikoreichen Arbeiten.

Weiterlesen →

NEN 3140 Kurse

Kurs NEN 3140 – Ausreichend unterwiesene Person (VOP)

Online-Kurs für Personen, die gemäß NEN 3140 als VOP beauftragt werden sollen. Abschluss mit Zertifikat.

Kurs ansehen →
Kurs NEN 3140 – Befähigte Person (VP)

Online-Kurs für Elektrotechniker, die gemäß NEN 3140 als VP beauftragt werden. Abschluss mit Zertifikat.

Kurs ansehen →
Kurs NEN 3140 – Anlagen- und Arbeitsverantwortlicher (IV/WV)

Online-Kurs für IV und WV gemäß NEN 3140. Abschluss mit Zertifikat.

Kurs ansehen →
Kurs NEN 3140 – Prüfung elektrischer Geräte

Online-Kurs über die regelmäßige Prüfung elektrischer Geräte gemäß NEN 3140. Inklusive Prüfliste in WORD. Abschluss mit Zertifikat.

Kurs ansehen →
Kurs: Prüfung unterirdischer (Press-)Container – VOP NEN 3140

Lernen Sie, wie Sie unterirdische (Press-)Container gemäß NEN 3140 sicher prüfen. Inklusive Videos über elektrische Gefahren, Stromkreisschutz und Messungen. Online, mit Zertifikat als VOP.

Kurs ansehen →
Kurs Lock Out Tag Out (LOTO)

Online-Kurs über das LOTO-Verfahren zur sicheren Außerbetriebnahme elektrischer Anlagen. Abschluss mit Zertifikat.

Kurs ansehen →

NEN 3140 Kurse in Häfen

Kurs: Sicheres Arbeiten an Spreadern und Prüfung – VOP NEN 3140

Lernen Sie, wie Sie Spreader gemäß NEN 3140 in einer Hafenanlage prüfen. Online, mit Zertifikat.

Kurs ansehen →
Kurs: Arbeiten an Reefer Stacks – VOP NEN 3140

Speziell ausgerichtet auf sicheres Arbeiten an Reefer Stacks im Hafen gemäß NEN 3140. Online, mit Zertifikat.

Kurs ansehen →
Kurs: Sicheres Arbeiten an AGVs und Prüfung – VOP NEN 3140

Lernen Sie, wie Sie Automated Guided Vehicles (AGVs) gemäß NEN 3140 in einer Hafenanlage prüfen. Online, mit Zertifikat.

Kurs ansehen →

Häufig gestellte Fragen NEN 3140

Was ist NEN 3140?

NEN 3140 ist die niederländische Norm für den Betrieb elektrischer Anlagen und basiert auf der europäischen Norm EN 50110-1. Die Norm NEN 3140 beschreibt, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer sicher an und in der Nähe von elektrischen Anlagen und Geräten arbeiten können.

Für wen gilt NEN 3140?

NEN 3140 gilt für Arbeitgeber, Anlagenverantwortliche (IV), Arbeitsverantwortliche (WV), befähigte Personen (VP) und ausreichend unterwiesene Personen (VOP), die an oder in der Nähe von elektrischen Anlagen und Arbeitsmitteln in Betrieben und Einrichtungen arbeiten.

Ist NEN 3140 verpflichtend?

Nein, NEN 3140 ist eine urheberrechtlich geschützte Norm und kann daher niemals gesetzlich vorgeschrieben sein. Das Arbeitsschutzgesetz und die Arbeitsstättenverordnung stellen jedoch Anforderungen an das sichere Arbeiten an und in der Nähe von elektrischen Anlagen sowie an die regelmäßigen Prüfungen.

Wie oft muss eine elektrische Anlage geprüft werden?

Die Prüffrequenz wird vom Anlagenverantwortlichen (IV) auf der Grundlage der Risikoklasse der Anlage oder des Arbeitsmittels festgelegt. Es gibt keine feste gesetzliche Frist, aber der IV ist für eine regelmäßige und dokumentierte Prüfung verantwortlich.

Was ist der Unterschied zwischen NEN 3140 und NEN 1010?

NEN 1010 behandelt die Errichtung und Installation elektrischer Anlagen (Neubau und Renovierung). NEN 3140 befasst sich mit dem Betrieb und der Nutzung bestehender elektrischer Anlagen: sicheres Arbeiten, Prüfungen und Beauftragungen von Personen.

Wie werde ich als VP oder VOP beauftragt?

Eine Beauftragung als befähigte Person (VP) oder ausreichend unterwiesene Person (VOP) erfolgt schriftlich durch den höchsten Verantwortlichen in der Organisation. Voraussetzung ist, dass die Person nachweislich befähigt ist.

Sehen Sie sich unser komplettes Kursangebot an

Von NEN 3140 bis ATEX – alles online verfügbar mit Zertifikat.

Zum Webshop →

 

Haben Sie Fragen oder suchen Sie praktische Ratschläge oder Unterstützung? Kontaktieren Sie uns unter richard@euronorm.net.

 

Autor: Drs. Richard Winter

 

Alles zur Prüfung von Arbeitsmitteln

Gemäß der Arbeitsschutzverordnung müssen Arbeitsmittel, die durch Verschleiß oder Alterung eine Gefahr darstellen können, regelmäßig überprüft werden.

Klicken Sie auf die folgenden Links für weitere Informationen.

Inspektion elektrischer Geräte

Die NEN 3140-Prüfung besteht aus einer Sichtprüfung und mehreren Messungen. Elektrische Geräte müssen regelmäßig von einer ausreichend unterwiesenen Person (VOP) mit dem richtigen Wissen und den richtigen Messgeräten geprüft werden.

Mehr lesen →
Inspektion von Leitern, Treppen und Rollgerüsten

Steighilfen wie Leitern, Treppen und Rollgerüste müssen regelmäßig gemäß NEN 2484 oder EN 131 überprüft werden.

Mehr lesen →
Inspektion von Hebezeugen

Hebezeuge wie Hebebänder, Kettenzüge und Drahtseilwinden müssen mindestens einmal jährlich von einem Sachverständigen überprüft werden (Arbeitsschutzverordnung Art. 7.20).

Mehr lesen →
Inspektion von Absturzsicherungen

Auffanggurte, Seile und Dämpfer müssen regelmäßig überprüft werden. Beginnen Sie immer mit der Feststellung des Baujahres.

Mehr lesen →
Inspektion von Lagerregalen

Für die Inspektion von Lagerregalen wird die NPR 5055 verwendet.

Mehr lesen →
Inspektion von Not-Aus-Einrichtungen

Not-Aus-Einrichtungen müssen nachweislich regelmäßig überprüft werden.

Mehr lesen →
Prüfplaketten für Inspektionen

Nach einer Inspektion ist es üblich, eine Prüfplakette am Arbeitsmittel anzubringen. Unsere Vinyl-Prüfplaketten (25 mm) sind für alle gängigen Arbeitsmittel geeignet.

Prüfplaketten ansehen →

Sehen Sie sich unser gesamtes Kursangebot an

Von NEN 3140 bis ATEX – alles online verfügbar mit Zertifikat.

Zum Webshop →

 

Haben Sie eine Frage oder suchen Sie einen Kurs in diesem Bereich, schauen Sie sich in unserem Webshop um. Benötigen Sie praktische Unterstützung, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Autor: Drs. Richard Winter

Wie erhalte ich einen Firmen-Login?

In den letzten 35 Jahren haben wir umfangreiche Erfahrungen in der handwerklichen Beratung und der Durchführung von Kursen in den Bereichen CE-Kennzeichnung, NEN 3140, NEN 3840 sowie der Durchführung von Risikoanalysen für alle Arten und Größen von Maschinen, Produktionslinien, Pumpstationen, Tanklagern usw. gesammelt. Mit dieser Erfahrung konnten wir auch eine Reihe praktischer (Online-)Kurse entwickeln.

Oft bestehen unsere Tätigkeiten aus einer Kombination von Beratungsleistungen, denn es muss alles stimmen, und der Entwicklung von einer oder mehreren (Online-)Kursen, die dann hinter einem Firmen-Login platziert werden.

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele unserer Arbeit, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, was wir tun.

 

Beispiel Kunde 1. NEN 3140 und NEN 3840 online für IV, WV, VP

Aufgrund der Art der Tätigkeiten erwies es sich bei diesem Kunden als sehr schwierig, Gruppen für einen altmodischen "Klassenzimmer"-Kurs zusammenzubekommen. So arbeiteten die Mitarbeiter im Schichtdienst und an Orten, die mit dem Auto nicht erreichbar waren. Daher lag es nahe, "etwas" online einzurichten und einen einzelnen "Klassenzimmerkurs" für neue Mitarbeiter anzubieten.

Beispiel Kunde 2: NEN 3140 WV, VP und VOP und 8 Toolboxen

Dieser Kunde hat Mitarbeiter, die an sehr unterschiedlichen Standorten stationiert sind, und auch hier erwies es sich als schwierig, Gruppen zusammenzubekommen. Hinter dem Login wurden 3 Kurse WV, VP und VOP NEN 3140 sowie insgesamt 8 Toolboxen platziert.

 

Beispiel Kunde 3: Gasmessung in beengten Räumen

Bei einem anderen Kunden hatten wir eine Compliance-Untersuchung in einem Tanklager durchgeführt, und es bestand auch die Notwendigkeit, eine Unterweisung zum "Mannlochwächter" sowie eine Unterweisung zur Durchführung von "Gasmessungen" vor dem Betreten eines beengten Raumes zu geben.

Beispiel Kunde 4: Inspektion von Arbeitsmitteln (3 Standardkursmodule)

Bei diesem Kunden bestand der Wunsch, für ca. 6 Personen 3 Inspektionskurse hinter dem Firmen-Login zu platzieren. Die Kosten für dieses Firmen-Login sind die gleichen, als wenn man diese 3 Kurse für 6 Personen im Shop kauft.

 

Beispiel Kunde 5: CE-Kennzeichnung mit Dossierbildung

Bei diesem Kunden haben wir einen englischsprachigen Online-Kurs zur CE-Kennzeichnung eingerichtet und zudem einen rechtlichen Rahmen geschaffen.

 

Wie funktioniert das Firmen-Login?

Um die Einladung der Teilnehmer reibungslos zu gestalten, erstellen wir immer eine PDF-Datei mit Informationen, die der Kunde seinen Teilnehmern zusenden kann.

 

Zertifikate kommen automatisch in Ihr Postfach!

Nachdem ein Teilnehmer den Kurs absolviert hat, muss er/sie eine Prüfung ablegen und erhält nach bestandener Prüfung ein Zertifikat. Diese Zertifikate werden an die E-Mail-Adresse einer Person beim Kunden weitergeleitet.

 

Klassisch oder online?

Selbstverständlich bieten wir alle Kurse auch klassisch an. Basierend auf unserer Erfahrung haben wir die Wahl in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Sehen Sie sich unser Arbeitsgebiet an

Von NEN 3140 bis ATEX – alles online verfügbar mit Zertifikat.

Zum Webshop →

Wenn Sie auch eine Beratung in Betracht ziehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf.

Richard Winter / richard@euronorm.net / 06 27262529

 

Ich hätte gerne die Bedienungsanleitung in digitaler Form.

Mit der neuen Maschinenverordnung werden auch digitale Bedienungsanleitungen möglich und sogar empfohlen.

Wir haben inzwischen einige Bedienungsanleitungen im Videoformat erstellt und ich muss sagen, zu unserer vollsten Zufriedenheit. Es war natürlich schon lange so, dass man bei einem Problem kurz auf YouTube sucht und nicht in der faustdicken Bedienungsanleitung. Und, siehe da, auf YouTube fand man oft jemanden, der ein Video zusammengebastelt hatte, das das Problem sofort verständlich machte. Wie schön ist das?

Haben Sie auch Interesse an einer digitalen Bedienungsanleitung für Ihr Produkt, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

 

Philip Warneke

 

 

 

 

IP-Schutzarten

Für die ausreichend unterwiesene Person (VUP) nach NEN 3140 sind Verteileranlagen oder beispielsweise Schaltschränke zugänglich, müssen aber berührungssicher sein, also IP 2x. Ist dies nicht der Fall und Sie werden sie auch nicht berührungssicher machen, darf die VUP dort nicht hinein.

Oft sind diese Schutzklassen bei NEN 3140 und auch bei ATEX-Implementierungen relevant. Wenn Sie Unterstützung wünschen, kontaktieren Sie uns bitte.

Nachfolgend noch eine Übersicht der IP-Schutzarten.

Muss ich eine Benannte Stelle beauftragen?

Ob Sie eine benannte Stelle (NoBo) einschalten müssen, hängt von der Richtlinie oder Verordnung ab, die für Ihr Produkt gilt. Eine Faustregel besagt, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, wenn es sich um ein recht risikoreiches Produkt handelt, wie z. B. eine medizinische Anwendung oder ein Produkt für den Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen usw. Auch bei Produkten unter Druck, insbesondere bei Gas und dann auch noch einem gefährlichen Gas, ist es wahrscheinlich, dass eine Benannte Stelle eingeschaltet werden muss. In einem kurzen Video geben wir eine Erklärung. Und wenn Sie weiter nach unten scrollen, geben wir weitere Erklärungen zu einer Reihe von Richtlinien/Verordnungen.

 

Eine NoBo ist eine bei der Europäischen Kommission gemeldete Prüfstelle. Eine Übersicht über die NoBos finden Sie in der NANDO-Datenbank der Europäischen Kommission. Ob Sie verpflichtet sind, eine NoBo einzuschalten, hängt von den Risiken des Produkts ab. So ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass bei einem gefährlichen Produkt das Einschalten einer NoBo obligatorisch ist. Die Maschinenverordnung enthält eine Liste von „gefährlichen Maschinen“, die aus Teil A und Teil B besteht. Steht das Produkt in Teil A, muss eine NoBo eingeschaltet werden; steht es in Teil B, ist dies erlaubt, aber nicht zwingend.

In der EMV-Richtlinie, der Niederspannungsrichtlinie und auch der RED-Richtlinie muss nicht immer eine Notified Body eingeschaltet werden, sofern die Nachweise (=Tests) auf der Grundlage bestimmter (harmonisierter) Normen durchgeführt wurden. Diese Tests dürfen Sie oft selbst durchführen oder ein Prüflabor (das keine Notified Body ist) damit beauftragen.

Zusammenfassend ist die Beauftragung einer Notified Body bei Hochrisikoprodukten wie Medizinprodukten, Produkten für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen und bestimmten gefährlichen Maschinen obligatorisch. Dies gilt jedoch erst ab einer bestimmten Kategorie.

Das ist ja schön und gut, aber wie finde ich heraus, ob ich eine benannte Stelle einschalten muss?

  1. Stellen Sie die Richtlinien fest, die auf Ihr Produkt anwendbar sind.
  2. Suchen Sie in der/den Richtlinie(n) nach etwas, das wie „Konformitätsbewertung“ aussieht.
  3. Prüfen Sie, ob Sie darin Hinweise finden, dass Sie es selbst tun dürfen oder nicht.
  4. Wenn die Beauftragung der Notified Body nicht vorgeschrieben ist, dürfen Sie es selbst tun und finden unterstützende Unterlagen und E-Learnings auf unserer Website.
  5. Wenn Sie eine Notified Body beauftragen müssen, finden Sie diese in der NANDO-Datenbank der Europäischen Kommission.

Wir fassen die Bedingungen für die Beauftragung einer Notified Body pro Richtlinie zusammen, wir haben sie noch nicht auf Deutsch, aber die Geschichte ist wohl klar, denke ich.

Maschinenverordnung (gültig ab 2027)

Wenn Ihr Produkt in Teil A aufgeführt ist, müssen Sie also eine Notified Body einschalten. Nachfolgend sehen Sie, welche Produkte unter diesen Teil A fallen. Es gibt, wie zu erwarten, auch einen „Teil B“, auch hier handelt es sich um risikoreichere Produkte, aber bei den dort genannten Produkten darf der Hersteller die Konformität selbst feststellen.

TEIL A - MaschinenverordnungKategorien von Maschinen und zugehörigen Produkten, für die ein Verfahren gemäß Artikel 25 Absatz 2 anzuwenden ist
  1. Abnehmbare mechanische Übertragungssysteme, einschließlich ihrer Schutzvorrichtungen.
  2. Schutzvorrichtungen für abnehmbare mechanische Übertragungssysteme.
  3. Hebebühnen für Fahrzeuge.
  4. Handgehaltene Befestigungswerkzeuge mit explosionsgefährlicher Ladung und andere Schlagwerkzeuge.
  5. Sicherheitsbauteile mit vollständig oder teilweise selbstlernendem Verhalten, die Methoden des maschinellen Lernens verwenden, die Sicherheitsfunktionen gewährleisten.
  6. Maschinen mit integrierten, nicht eigenständig in Verkehr gebrachten Systemen mit vollständig oder teilweise selbstlernendem Verhalten, die Methoden des maschinellen Lernens verwenden, die Sicherheitsfunktionen gewährleisten, nur in Bezug auf diese Systeme.

Aktuelle Maschinenrichtlinie

In der aktuellen Maschinenrichtlinie sehen Sie die Verpflichtung zur Beauftragung einer Notified Body im folgenden Diagramm.

EMV-Richtlinie

Bei selbst entworfenen oder zu entwerfenden Elektronikprodukten kann ein EMV-Test erforderlich sein, um die Konformität mit dieser Richtlinie nachzuweisen, da sonst kein schriftlicher Nachweis vorliegt. Solche Tests müssen jedoch nicht von einer benannten Stelle durchgeführt werden, sondern können auch im eigenen Haus unter der Bedingung durchgeführt werden, dass für die Durchführung der Tests harmonisierte Normen verwendet werden.

Beachten Sie bei den EMV-Tests, dass ein Bericht erstellt wird, mit dem (nachträglich) nachgewiesen werden kann, dass die Immunitäts- und Emissionsanforderungen der EMV-Richtlinie, deren Grenzwerte in bestimmten zur EMV-Richtlinie gehörenden Normen aufgeführt sind, erfüllt wurden.

Niederspannungsrichtlinie

Für die Niederspannungsrichtlinie gilt im Wesentlichen dasselbe wie für die EMV-Richtlinie: Auch hier müssen Sie einen Nachweis der Konformität erbringen, und bei Zukaufteilen prüfen Sie die Dokumentation. Handelt es sich um eine Eigenentwicklung, fehlt Ihnen oft dieser Nachweis und es muss ein Test durchgeführt werden. Verwenden Sie dafür harmonisierte Normen, die unter die Niederspannungsrichtlinie fallen. Diese Tests können Sie selbst durchführen oder auslagern.

ATEX 114 Richtlinie

Wenn Ihr Produkt für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen bestimmt ist, fällt es unter ATEX 114. Handelt es sich um ein mechanisches Produkt (nicht elektrisch) und ist es für Zone 0 geeignet, müssen Sie eine benannte Stelle einschalten. Ist es ein elektrisches Produkt, das für Zone 0 und/oder 1 geeignet ist, muss dies ebenfalls geschehen.

Und, wenn dies nicht der Fall ist, müssen Sie keine benannte Stelle einschalten. Das ist natürlich erlaubt, aber aufgrund der Richtlinie nicht obligatorisch.

Wenn Sie eine benannte Stelle beauftragen müssen, fordern Sie mehrere Angebote an und prüfen Sie auch, welche Tests im Angebot aufgeführt sind, da wir oft feststellen, dass mehr Tests „angeboten“ werden, als tatsächlich erforderlich sind.

 

Autor: Drs. Richard Winter

Wenn Sie Fragen dazu haben, kontaktieren Sie uns bitte.

 

 

Was ist eine unvollendete Maschine?

Viele Produkte sind Teilsysteme, die irgendwo eingebaut werden, um ihre Funktion erfüllen zu können. In solchen Fällen scheint es auf den ersten Blick eine „unvollständige Maschine oder ein unvollständiges Produkt“ zu sein, da es ja noch nicht fertig ist, sondern nur ein Teil des Ganzen. In der CE-Kennzeichnung kennen wir den Begriff „unvollständige Maschine“ jedoch nur in der Maschinenverordnung. Das Produkt muss also zuerst in den Geltungsbereich dieser Richtlinie fallen, und erst dann kann beurteilt werden, ob es sich um eine „unvollständige Maschine“ handelt oder nicht. In der EMV-Richtlinie, der Niederspannungsrichtlinie, der Funkanlagenrichtlinie und beispielsweise in der Druckgeräterichtlinie kennen wir den Begriff „unvollständige Maschine“ nicht.

Onvoltooide Machine

Die Definition einer unvollständigen Maschine lautet gemäß Maschinenverordnung Artikel 2 Buchstabe g):

„Unvollständige Maschine“: Eine Baugruppe, die fast eine Maschine bildet, aber nicht selbstständig eine bestimmte Anwendung erfüllen kann. Ein Antriebssystem ist beispielsweise eine unvollständige Maschine. Eine unvollständige Maschine ist ausschließlich dazu bestimmt, in eine oder mehrere andere Maschinen oder andere unvollständige Maschinen oder Ausrüstungen eingebaut oder mit ihnen zusammengebaut zu werden, um eine Maschine zu bilden, für die diese Richtlinie gilt;

Ein Beispiel hierfür ist ein Elektromotor mit angebautem Reduktionsgetriebe oder ein Verbrennungsmotor oder ein Hochspannungsmotor.

„Eine Baugruppe, die fast eine Maschine bildet“ bedeutet, dass eine unvollständige Maschine ein Produkt ist, das Maschinen im engeren Sinne von Artikel 1 Absatz 1a gleichwertig ist, d.h. „eine Baugruppe miteinander verbundener Teile oder Komponenten, von denen sich mindestens eines bewegt, dem jedoch einige Elemente fehlen, um seine bestimmte Anwendung erfüllen zu können.

Unvollständige Maschinen müssen daher in andere (unvollständige) Maschinen eingebaut werden, damit deren bestimmte Anwendung erfüllt werden kann. Diese Zusammenstellung betrifft nicht die Montage eines Antriebssystems an einer Maschine, die ohne Antriebssystem geliefert wurde (Montage), sondern ist vom Hersteller dazu bestimmt, mit einem Antriebssystem versehen zu werden. Diese Zusammenstellung betrifft auch nicht den Anschluss am Verwendungsort oder an Kraft- oder Antriebsquellen. Eine Maschine, die von einem Benutzer aus Einzelteilen zusammengebaut werden muss, ist eine vollständige Maschine.

Die Frage, ob eine Maschine selbstständig eine sogenannte „bestimmte Anwendung“ erfüllen kann, ist das wichtigste Kriterium, um eine Maschine als unvollständige Maschine einzustufen. Maschinen müssen für eine bestimmte Anwendung nutzbar sein. Typische Maschinenanwendungen sind beispielsweise die Verarbeitung, Behandlung oder Verpackung von Materialien oder die Bewegung von Materialien, Gegenständen oder Personen. Eine falsche Interpretation des Begriffs „bestimmte Anwendung“ ist die oft gehörte Aussage „Unsere Maschine kann ihre Funktion erst erfüllen, wenn sie in die Produktionslinie eingebaut wird“. Nehmen Sie zum Beispiel eine Maschine, die mit eigener Steuerung geliefert wird, aber zwischen andere Maschinen platziert werden muss. Alleinstehend kann die Maschine ihre beabsichtigte Funktion nicht ausführen.  Trotzdem handelt es sich um eine vollständige Maschine, da die Maschine nach dem Anschließen der Energieversorgung und dem Anlegen der Steuersignale ihre eigene „bestimmte Anwendung“ innerhalb der Produktionslinie ausführen kann.

 

Es wird auch manchmal angenommen, dass Maschinen, die ohne Sicherheitsmaßnahmen aufgrund des Einbaus in eine Linie verkauft werden, unvollständige Maschinen sind. Angesichts des Vorstehenden wird eine Maschine, die an sich ihre bestimmte Anwendung erfüllen kann, aber nur die notwendigen Schutzvorrichtungen oder Sicherheitskomponenten vermisst, nicht als unvollständige Maschine betrachtet.

Wir sehen oft, dass bei der Zusammenstellung von Maschinenlinien fälschlicherweise unvollständige Maschinen geliefert werden, obwohl diese eigentlich fertiggestellt sein sollten. Wenn eine Maschine selbstständig arbeiten kann, aber dazu bestimmt ist, in einer Linienkonfiguration zusammengebaut zu werden (siehe Beispiel Förderband), dann ist zu erwarten, dass diese Maschine als vollständige Maschine geliefert wird. Das heißt mit CE-Kennzeichnung und II 1.a Konformitätserklärung.

Wenn eine solche vollständige Maschine dennoch als unvollständige Maschine auf den Markt gebracht wird, verschiebt dieser Hersteller bewusst die Verantwortung auf den Maschinenlinienbauer.

 

Ein Beispiel:

Zwischen zwei Bearbeitungsmaschinen wird ein Förderband installiert. Der Hersteller der Förderbandmaschine liefert die Maschine als unvollständige Maschine mit einer II 1.b Erklärung. Er sagt damit, dass diese Förderbandmaschine nicht CE-konform ist und somit keine CE-Kennzeichnung besitzt. Als Maschinenlinienbauer müssen Sie dann nicht nur dafür sorgen, dass die Zusammenstellung mit der anderen Maschine (die Übergänge), sondern auch das Förderband selbst CE-konform ist. Mit anderen Worten: Als Maschinenlinienbauer müssen Sie neben der gesamten Linienkonfiguration auch die vollständige Risikobeurteilung der Förderbandmaschine durchführen. Und wenn sich dabei unannehmbare Restrisiken ergeben, müssen Sie diese selbst anpassen und lösen. Während Sie - wenn Sie eine CE-gekennzeichnete Förderbandmaschine gekauft hätten - hauptsächlich die Zusammenstellung mit der Förderbandmaschine und die gesamte Linienkonfiguration CE-konform machen müssten. Alle nicht CE-Compliance-bezogenen Aspekte, die unter die CE-Kennzeichnung der Fördermaschine hätten fallen müssen, können Sie dem jeweiligen Hersteller zurückgeben!

 

Autor: Philip Warneke

Von der Maschinenrichtlinie zur Verordnung

Wir bauen Maschinen und fragen uns, was die wichtigsten Änderungen mit dem Inkrafttreten der neuen Maschinenverordnung sind. Oder ist das alter Wein in neuen Schläuchen?

 

Alle Änderungen auf einen Blick

 

Ja und nein, im Januar 2027 wird die Maschinenrichtlinie durch die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ersetzt. Da Projekte oft lange Vorlaufzeiten haben, wurde beschlossen, die Anforderungen der neuen Maschinenverordnung bereits jetzt in die Compliance-Politik aufzunehmen.

Die Maschinenverordnung kann zur Anwendung kommen, wenn das Produkt drehende, bewegliche Teile enthält und durch elektrische, hydraulische oder beispielsweise pneumatische Energie angetrieben wird.

Aber, Vorsicht, auch Hebezeuge und Anschlagmittel wie ein Hebeband, Hebeösen oder ein Stahlseilstrang fallen in den Anwendungsbereich dieser Verordnung. Für jedes Produkt muss sorgfältig geprüft werden, ob es in den Geltungsbereich dieser Verordnung fällt.

Wenn festgestellt wurde, dass das Produkt unter den Geltungsbereich der Maschinenverordnung fällt, muss noch geprüft werden, ob Ihr Produkt nicht in der Liste der Ausnahmen aufgeführt ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Anhänger oder ist das Produkt für den Einsatz auf dem Jahrmarkt bestimmt oder handelt es sich um eine Schusswaffe für den Einsatz in Kriegsgebieten, dann fällt das Produkt nicht unter die Maschinenverordnung. Es ist daher von großer Bedeutung zu prüfen, ob es nicht in die Ausnahmen fällt, denn dann findet die Maschinenverordnung keine Anwendung.

Nachfolgend haben wir den Wortlaut des Anwendungsbereichs und der Ausnahmen aufgenommen.

 

Anwendungsbereich (Artikel 2.1)

Diese Verordnung gilt für Maschinen und die folgenden verwandten Produkte:

  1. auswechselbare Ausrüstungen;
  2. Sicherheitsbauteile;
  3. Anschlagmittel;
  4. Ketten, Seile und Gurte;
  5. abnehmbare mechanische Gelenkwellen.

Diese Verordnung gilt auch für unvollständige Maschinen.

Für die Zwecke dieser Verordnung werden Maschinen, die im ersten Absatz genannten verwandten Produkte und unvollständige Maschinen zusammen als „Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen“ oder „Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallende“ bezeichnet.

Übersicht der Änderungen

 

 

Weiterlesen

 

In einem kurzen Kurs haben wir die wichtigsten Änderungen erläutert.

Drs. Richard Winter

Sollten Sie Unterstützung bei der Umsetzung der Änderungen wünschen, kontaktieren Sie uns gerne oder senden Sie eine E-Mail an richard@euronorm.net

 

Inspektion elektrischer Geräte NEN 3140

Die Prüfung elektrischer Betriebsmittel besteht aus einer Sichtprüfung und einigen Messungen, die Sie mit einem geeigneten Messgerät durchführen müssen. Informationen zur Häufigkeit und ob dies jährlich oder anders ist, finden Sie in der NEN 3140 in einem separaten Anhang. In der Praxis beträgt die Häufigkeit, bis auf wenige Ausnahmen, fast immer 1 x pro Jahr.

Weitere Erläuterungen finden Sie hier:

Wir haben auch einen praktischen Online-Kurs entwickelt, in dem wir diese Prüfung praxisnah erklären. Im Kurs finden Sie auch die Lehrmaterialien und eine Prüfliste in WORD. Der Kurs wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Das E-Learning Prüfung elektrischer Betriebsmittel finden Sie in unserem Shop.

Autor: Drs. Richard Winter

Inspektion von Hebezeugen (unter dem Haken)

< Zurück

Auch Kettengehänge müssen mindestens einmal jährlich visuell geprüft werden. Kettengehänge ist ein Sammelbegriff für verschiedene Hebezeuge wie Zweistrangketten, Vierstrangketten, Ringschrauben, Oberbügel, Verbindungsglieder, Schäkel und Haken.

Die Sichtprüfung von Kettengehängen umfasst:
- Ist die CE-Erklärung (IIA-Erklärung) vorhanden?
- Stimmen die darauf angegebenen Daten mit dem Kettengehänge überein?
- Ist die Traglastangabe auf dem Werkzeug lesbar?
- Ist die Kennzeichnung auf dem Werkzeug noch lesbar?
- Ist das Werkzeug nicht verformt?
- Ist das Werkzeug nicht beschädigt?
- Ist das Werkzeug nicht verschlissen?
- Sind die verschiedenen Verbindungsmittel noch in gutem Zustand?
- Wurden Reparaturen fachgerecht ausgeführt und gibt es dafür Nachweise?
- Ist die Sicherheitsverriegelung am Haken vorhanden?
- Ist das Werkzeug nicht durch Korrosion angegriffen?
- Sind alle beweglichen Teile noch gängig?
- Wurde die eventuell vorgeschriebene Prüfung rechtzeitig durchgeführt?


Autor: René Bak

🔗 Lernen Sie, Hebezeuge korrekt zu inspizieren

Online-Kurs: Inspektion von Kettengehängen, Hebebändern, Drahtseilschlingen und Tirfors. Mit Zertifikat.

Kurs ansehen →

 

Inspektion von Leitern, Treppen und Rollgerüsten

Auch Steiggeräte wie Leitern, Tritte und Rollgerüste müssen regelmäßig überprüft werden. Zunächst muss festgestellt werden, ob diese Materialien bestimmten Normen entsprechen. Leitern und Tritte müssen der NEN 2484, EN 131 oder der EN 1147 (Leitern für die Feuerwehr) entsprechen und Rollgerüste der EN 1004. Diese Daten sind oft auf einem Aufkleber auf einem der Teile angegeben. Überprüfen Sie sorgfältig, ob Sie dies feststellen können, da die Prüfung sonst eingestellt werden muss und Sie das Material leider ablehnen müssen. Denn Sie können dann nicht feststellen, ob es gemäß den Anforderungen hergestellt wurde.

Bei neuem Steigmaterial stellen Sie fest, dass verschiedene Hersteller die Normbezeichnung in das Material lasern, und das bleibt viel besser sichtbar als ein Aufkleber. Unten sehen Sie dies auf einer Leiter, die von der Feuerwehr verwendet wird und der EN 1147 entspricht, und darunter eine Abbildung einer Leiter mit den erforderlichen Aufschriften, auch diese entspricht der Anforderung.

Nachdem Sie festgestellt haben, ob es der jeweiligen Norm entspricht, müssen Sie dem Steigmaterial einen eigenen Code geben, dies kann z.B. durch die Vergabe einer eindeutigen Nummer, eventuell kombiniert mit einem Buchstaben, erfolgen.

Erstellen Sie anschließend eine Liste des Steigmaterials, das Sie überprüfen werden. Fügen Sie dieser Liste auch die von Ihnen vergebene Nummer hinzu und geben Sie eine Beschreibung an, z. B.: "zweiteilige Leiter mit 12 Sprossen pro Teil". Das erleichtert das Wiederfinden beim nächsten Mal, wenn Sie die Inspektion durchführen.

Wenn dies in Ordnung ist, überprüfen Sie alle Teile auf Risse, Dellen, Korrosionsschäden, Verbiegungen, Beschädigungen oder fehlende Teile. Achten Sie dabei auch auf Verschmutzungen, z. B. der Sprossen oder Stufen durch Öl, Farbe, Fett und andere Verunreinigungen, die Rutschgefahr verursachen können.

  1. Überprüfen Sie auch alle Verbindungen, Nietverbindungen und Schweißnähte zwischen den vertikalen und horizontalen Teilen (Sprossen und Holme / Stufen und Wangen).
  2. Ein zu großes Spiel oder eine Verformung kann ebenfalls zur Ablehnung führen.
  3. Überprüfen Sie Anti-Rutsch-Profile und Verschleiß.
  4. Überprüfen Sie auch, ob die Gummi- oder Kunststofffüße eine ausreichende Rutschhemmung aufweisen.

Anhand einer Checkliste, wie unten abgebildet, gehen Sie die Inspektion Punkt für Punkt durch und stellen fest, ob sie genehmigt oder abgelehnt wurde. Die Inspektionsliste finden Sie auch unter Downloads.

Weitere Informationen zu Feuerwehrleitern EN 1147 finden Sie hier.

Die Normbezeichnung fehlt, was soll ich tun?

Wir haben ein E-Learning-Modul entwickelt, in dem wir Ihnen in mehreren Videos die Durchführung dieser Inspektionen beibringen. Die Lerninhalte und Inspektionslisten sind selbstverständlich enthalten und werden Punkt für Punkt behandelt. Sie schließen den Kurs mit einem (Online-)Test ab und erhalten ein Zertifikat.

Autor: Dr. Richard Winter

🪜 Lernen Sie, Steigmaterial korrekt zu inspizieren

Online-Kurs: Inspektion von Leitern, Tritten und Rollgerüsten. Mit Zertifikat.

Kurs ansehen →

 

Erstellung einer elektrischen Sicherheitsrichtlinie - BEI

Im Bereich der elektrischen Sicherheit im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes ist es Aufgabe des Arbeitgebers, dafür zu sorgen, dass elektrische Anlagen, Geräte und Vorrichtungen sicher verwendet werden können. Der Arbeitgeber ist auch für die Aufklärung und Schulung seiner Mitarbeiter verantwortlich. Diese müssen über die geltenden Sicherheitsvorschriften informiert sein.

Die im Arbeitsschutzgesetz formulierten allgemeinen Anforderungen im Bereich der elektrischen Sicherheit sind in der Norm NEN 3140 (Niederspannungsanlagen; Bestimmungen für sicheres Arbeiten, Inspektion und Wartung) konkretisiert. Diese Norm enthält Bestimmungen zur Vermeidung von Stromschlägen oder Kurzschlüssen bei der Arbeit. Wenn Sie die Bestimmungen der NEN 3140 erfüllen, erfüllen Sie auch die Anforderungen der Arbeitsschutzgesetzgebung hinsichtlich der elektrischen Sicherheit.


NEN 3140 besteht grundsätzlich aus drei Themen:
1. Elektrische Anlagen müssen sicher zu verwenden sein
2. Elektrische Werkzeuge müssen sicher zu verwenden sein und
3. Personen, die an und in der Umgebung von elektrischen Anlagen arbeiten, müssen bezüglich der Sicherheit unterwiesen werden


Zu 1. Elektrische Anlagen
Um die sichere Verwendung elektrischer Anlagen bestmöglich zu gewährleisten, schreibt die Norm vor, dass elektrische Anlagen regelmäßig überprüft werden müssen. Die Inspektion besteht aus einer Sichtprüfung und einer Prüfung durch Messung und Erprobung. Eine Inspektion darf mindestens von einer „fachkundigen Person“ durchgeführt werden, die über Kenntnisse der Elektrotechnik auf mindestens niedrigem Niveau der Energietechnik verfügt und Kenntnisse der NEN 3140, NEN 1010 und eventuell ergänzender Normen bezüglich der Durchführung einer Inspektion besitzt.


Zu 2. Elektrische Geräte
Um elektrische Geräte, Verlängerungskabel usw. sicher verwenden zu können, schreibt NEN 3140 eine regelmäßige Inspektion der sogenannten elektrischen Arbeitsmittel vor. Die Inspektion umfasst eine Sichtprüfung und eine Prüfung durch Messung und Erprobung. Diese Inspektion darf mindestens von einer „hinreichend unterwiesenen Person“ durchgeführt werden. Diese Person hat keinen elektrotechnischen Hintergrund, weiß aber, wie sie elektrische Geräte und Ähnliches prüfen muss.


Zu 3. Unterweisung von Personen
Personen, die an und in der Umgebung von elektrischen Anlagen arbeiten, müssen regelmäßig über die Gefahren, denen sie begegnen können, unterwiesen werden. Diese Sicherheitsunterweisung gilt sowohl für elektrotechnische als auch für nicht-elektrotechnische Personen. Die Unterweisung muss sich auf die elektrische Gefahr beziehen, der die Personen bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind. Dies gilt sowohl für elektrotechnische als auch für nicht-elektrotechnische Arbeiten.

 

Autor: Ing. Willem Verwoerd und drs. Richard Winter

Wann Made in Holland?

Wir möchten ein Medizinprodukt aus China importieren und in Deutschland verpacken lassen. Nun möchten wir das Ursprungsland China lieber nicht auf dem Produkt vermerken. Was ist erforderlich, um "Made in Holland" darauf anzubringen?

 

Antwort

Ob Sie „Made in Holland“ auf dem Produkt anbringen dürfen, hängt davon ab, wo das Produkt hergestellt wurde oder wo es einer letzten wesentlichen Be- oder Verarbeitung unterzogen wurde. Aber was ist eine „letzte wesentliche Be- oder Verarbeitung“? In der EU-Verordnung 2913/92 ist dies wie folgt definiert: 
Typeplaatje Made in Holland
Waren, an deren Herstellung zwei oder mehr Länder beteiligt waren, stammen aus dem Land, in dem in einem zu diesem Zweck eingerichteten Unternehmen die letzte wesentliche und wirtschaftlich gerechtfertigte Verarbeitung oder Bearbeitung stattfand, die entweder zur Herstellung eines neuen Erzeugnisses geführt hat oder eine wichtige Fertigungsstufe darstellt.


Hier ergibt sich also eine Diskussionsfrage, ob die Handlungen in China darunterfallen oder nicht. Dazu kann ich kein wirkliches Urteil abgeben, aber in der Verordnung über Medizinprodukte steht Folgendes über das Ursprungsland:

Die Kennzeichnung muss folgende Informationen enthalten:
a) Name oder Handelsname und Anschrift des Herstellers. Im Fall von Produkten, die zur Verteilung in die Gemeinschaft eingeführt werden, muss, wenn der Hersteller keinen Sitz in der Gemeinschaft hat, auf dem Etikett, auf der äußeren Verpackung oder in der Gebrauchsanweisung auch der Name und die Anschrift des Bevollmächtigten angegeben werden;

Wenn das Produkt also die letzte tatsächliche Handlung/Verarbeitung in China erhält, würde dies bedeuten, dass Sie dieses Land auch auf der Verpackung angeben müssen.

Aber gut, das ist eine schwierige Diskussion darüber, was der letzte Fertigungsschritt ist. Ich persönlich halte es sowieso nicht für die Niederlande.

 

Autor: Dr. Rick Elbersen

Pflichten von Importeuren

Wenn Sie Importeur sind und somit Produkte von außerhalb des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) beziehen, wird von Ihnen erwartet, dass Sie beurteilen, ob die Waren den entsprechenden Richtlinien entsprechen. In der Praxis sehen wir oft lange Produktlisten, und das scheint unmöglich, ist aber in der Praxis doch nicht so schlimm.

Wie gehen Sie dabei vor? Am besten fügen Sie hinter der Produktliste einige Spalten ein und markieren, unter welche Richtlinie oder welche Richtlinien das Produkt fällt. Das steht oft in einer XLS-Datei. Je nachdem, bei welchem Importeur wir sind, fügen wir dann eine Reihe von Richtlinien (in diesen zusätzlichen Spalten) hinzu, wie die Maschinenrichtlinie, die Niederspannungsrichtlinie, die EMV-Richtlinie, die RED, die PED und oft auch die RoHS.

Dadurch erhalten Sie auf einen Blick eine Übersicht, welche Dokumentation für die Produkte vorhanden sein sollte. Unsere Erfahrung zeigt, dass Sie am besten die folgende Dokumentation von der ausländischen Firma anfordern:

  1. Konformitätsbescheinigungen für die CE-Kennzeichnung
  2. Prüfberichte zur CE-Konformität
  3. RoHS-konformer Bericht (wenn Elektrik oder Elektronik enthalten ist)

Und dann schauen Sie, was er liefert. Wenn Ihr Lieferant solche Dokumente per E-Mail geschickt hat, müssen Sie in Ihrer Liste prüfen, ob dies ausreicht, um zu belegen, dass das Produkt die Anforderungen erfüllt (zumindest auf dem Papier). Wenn in Ihrer XLS-Liste steht, dass die Maschinenrichtlinie, die Niederspannungsrichtlinie, EMV und RoHS anwendbar sind, müssen Sie dies in seinen Dokumenten wiederfinden können. Und wenn der Lieferant nicht reagiert, wissen wir oft auch genug.

Dokumente von Herstellern außerhalb des EWR werden oft von einem Prüfhaus oder einer benannten Stelle erstellt, und beachten Sie, dass Sie oft ein A4-Blatt (Konformitätsbescheinigung) erhalten, das besagt, dass Produkt X der Richtlinie Y entspricht. Dazu gehört jedoch auch ein Prüfbericht. Fordern Sie diesen ebenfalls an, denn auf den letzten Seiten dieses Prüfberichts finden Sie Fotos des Produkts und des Prüfaufbaus. Prüfen Sie, ob die Dokumente vollständig sind, und überprüfen Sie anhand Ihrer XLS-Datei, ob alle Punkte abgehakt werden können.

Zusätzlich haben Sie als Importeur noch einige weitere Verpflichtungen, wie zum Beispiel:

Solche Anforderungen nehmen wir auch immer in separaten Spalten in der entsprechenden Produktliste auf, und es kann dann ein Häkchen gesetzt werden, wenn Produkt X konform ist.

Alles in allem nicht kompliziert, aber oft eine mühsame Arbeit, es von Grund auf gut aufzubauen.

Viel Erfolg! Und sonst kommen wir mal auf einen Kaffee vorbei.

Richard Winter und Philip Warneke

Wie organisiert man die Anweisungen gemäß NEN 3140?

NEN 3140 behandelt die Beauftragung von Personen und die Inspektion von elektrischen Anlagen und Arbeitsmitteln. Wir beginnen mit einer Erläuterung der Beauftragungen und weiter unten auf dieser Seite mit den Inspektionen.

 

Die Beauftragungen

Gemäß NEN 3140 müssen Personen von oder im Namen der höchsten verantwortlichen Person in der Organisation für die Einhaltung des Arbeitsschutzgesetzes beauftragt werden.

Die folgenden Personen müssen schriftlich beauftragt werden:

Die oben genannten Personen können zum Personal Ihrer Organisation gehören, aber auch zu Personal Dritter, mit Ausnahme des Anlagenverantwortlichen; diese Rolle ist Ihrem Unternehmen vorbehalten.

Eingeliehene Personen, wie z. B. Leiharbeiter, die keinen Arbeitsvertrag mit der Organisation haben, verrichten ihre Arbeit unter der Leitung Ihrer Organisation. Von diesen Personen ist eine schriftliche Beauftragung durch das eigene Unternehmen erforderlich.

Bevor eine Person als Anlagenverantwortliche Person, Arbeitsverantwortliche Person, Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene Person beauftragt wird, ist es notwendig zu prüfen, ob die in NEN 3140 festgelegten Kriterien erfüllt sind. Wenn sein/ihr Wissen ausreicht, erhält die Person vom Anlagenverantwortlichen eine schriftliche Beauftragung. Wenn nicht, muss die Person das Wissen zunächst durch Anweisung und/oder Schulung erwerben.

Da es sich um viele organisatorische Anforderungen handelt, haben wir eine Vorlage für eine NEN 3140-Richtlinie entwickelt. Darin haben wir Teile gelb markiert, in die Sie beispielsweise eintragen müssen, wer als was beauftragt wird. 

Dieses NEN 3140-Richtliniendokument finden Sie hier.

Wir haben auch verschiedene Kurse entwickelt, die mit einem Zertifikat abgeschlossen werden, wie z.B.:

Der Kurs: Anlagen- und Arbeitsverantwortliche Person

Der Kurs: Elektrofachkraft

und Kurs: Elektrotechnisch unterwiesene Person

Darüber hinaus haben wir viele Unternehmen bei der Erstellung einer NEN 3140-Richtlinie sowie bei der Durchführung verschiedener Inhouse-Schulungen unterstützt. Diese passen wir dann speziell an das Unternehmen an, da die Situation im elektrotechnischen Bereich bei jedem anders ist.

Unten finden Sie einen Link zu den NEN 3140-Kursen und -Dienstleistungen.

Die Inspektionen

Die Prüfung elektrischer Geräte besteht aus einer Sichtprüfung und einigen Messungen, die mit einem geeigneten Messgerät durchgeführt werden müssen. Die Häufigkeit der Prüfung und ob diese jährlich oder anders erfolgt, finden Sie in der NEN 3140 in einem separaten Anhang. In der Praxis ergibt sich, mit wenigen Ausnahmen, die Häufigkeit so gut wie immer auf einmal pro Jahr.

Weitere Erläuterungen finden Sie hier:

Woraus besteht die Sichtprüfung?

Die Sichtprüfung umfasst unter anderem den mechanischen Zustand, den Zustand der Schutz- und Erdungsleiter, Anschlussleitungen, Bedienelemente und ob das Gerät keine Anzeichen von Überhitzung aufweist.

Weiterlesen →
Welche Messungen müssen durchgeführt werden?

Die Messungen hängen von der Geräteklasse ab. Bei Klasse I messen Sie den Schutzleiter und den Isolationswiderstand. Bei Klasse II (doppelt isoliert) messen Sie den Isolationswiderstand oder den Ableitstrom.

Weiterlesen →
Wie misst man den Schutzleiter?

Der maximale Widerstandswert hängt von der Länge und dem Durchmesser der Leitung ab. Sie platzieren eine Messspitze auf dem Metallgehäuse und die andere auf dem Schutzkontakt des Steckers und lesen den Widerstand ab.

Weiterlesen →
Wie misst man den Isolationswiderstand?

Verwenden Sie ein Megger im Modus "Riso". Der Isolationswiderstand von Klasse I muss mindestens 1 MΩ betragen, bei Klasse II mindestens 2 MΩ. Messen Sie immer mit dem Geräteschalter in der Position "EIN".

Weiterlesen →
Wie misst man den Ableitstrom?

Ein Milli-Ampere-Messgerät wird in den Schutzleiter integriert. Der Ableitstrom darf 1 mA (Klasse I) oder 0,5 mA (Klasse II) nicht überschreiten. Bei bestimmten Geräten können höhere Werte gelten.

Weiterlesen →
Wie misst man den Ableitstrom bei PCs und ähnlichen Geräten?

Bei datenverarbeitenden Geräten wie PCs führen Sie eine Sichtprüfung durch und messen den Schutzleiter und den Ableitstrom. Aufgrund eingebauter Entstörfilter weicht die Messmethode etwas ab.

Weiterlesen →
Wer ist befugt, diese Inspektionen durchzuführen?

Die sogenannte ausreichend unterwiesene Person (VOP) darf elektrische Geräte prüfen. Diese Person muss keine elektrotechnische Ausbildung haben, aber über die elektrischen Gefahren unterrichtet sein.

Weiterlesen →
Darf man eigene Geräte inspizieren?

Ja. Gemäß Arbobesluit Art. 7.4-a darf jeder, der über ausreichende Kenntnisse und Mittel verfügt, die regelmäßige Inspektion durchführen. Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung, einen unabhängigen Dritten einzuschalten.

Weiterlesen →
Kann man Geräte, die komplett aus Kunststoff sind, trotzdem durchmessen?

Bei vollständig isolierten Geräten kann der Schutzleiter nicht gemessen werden. Überprüfen Sie das Typenschild auf das Doppelisolationssymbol (zwei Quadrate) und stellen Sie Ihr Messgerät auf Klasse II ein.

Weiterlesen →
Wie inspiziert man einen Baustromverteiler? (FAQ)

Führen Sie eine Sichtprüfung durch und messen Sie den Schutzleiter bis zu den Schutzkontakten. Überprüfen Sie, ob der Fehlerstromschutzschalter vom Typ A ist und einen Auslösestrom von maximal 30 mA hat.

Weiterlesen →
Was sind die Unterschiede in den Anforderungen zwischen den Niederlanden und Deutschland?

In Deutschland ist die Inspektion gemäß DIN VDE 0701/0702 vorgeschrieben. Die Prüfpunkte weichen bei bestimmten Messwerten etwas von NEN 3140 ab, aber das Prinzip ist vergleichbar. In allen EU-Ländern sind diese Inspektionen verpflichtend.

Weiterlesen →
Wie überprüft man einen Fehlerstromschutzschalter?

Zum Schutz von Personen müssen Fehlerstromschutzschalter vom Typ A mit einem Auslösestrom von 30 mA eingesetzt werden. NEN 3140 schreibt regelmäßige Kontrollen vor, einschließlich der Messung der Auslösezeit und des Tests mit der Prüftaste.

Weiterlesen →
Wie inspiziert man Kabeltrommeln und Verlängerungskabel?

Die Prüfung besteht aus einer Sichtprüfung (Kabel, Stecker, Gehäuse) und der Messung des Schutzleiters. Der maximal zulässige Widerstandswert hängt von der Länge und dem Durchmesser des Kabels ab.

Weiterlesen →
Wie inspiziert man einen Baustromverteiler?

Die regelmäßige Prüfung von Baustromverteilern umfasst eine Sichtprüfung, die Messung des Schutzleiters und des Isolationswiderstands sowie die Überprüfung des Typs des Fehlerstromschutzschalters (Typ A, 30 mA).

Weiterlesen →
Wie fertigt man einen Adapterstecker für die Prüfung von 3-Phasen-Geräten an?

Auch 3-Phasen-Geräte fallen unter die regelmäßige NEN 3140-Prüfung. Hierfür benötigen Sie einen Adapterstecker. Die Prüfpunkte sind die gleichen wie bei geerdeten Geräten der Klasse I.

Weiterlesen →
Tipps für den Kauf von Messgeräten

Für die NEN 3140-Inspektion benötigen Sie ein geeignetes Messgerät, das den Schutzleiter, den Isolationswiderstand und den Ableitstrom messen kann. Lesen Sie unsere Tipps für die richtige Wahl.

Weiterlesen →
Nach einer NEN 3140-Prüfung funktioniert das Gerät nicht mehr, wie kann das sein?

Ein häufiges Problem, insbesondere bei vollständig isolierten Geräten oder Geräten mit spezifischen Messwerten. Lesen Sie die vollständige Erläuterung für den richtigen Ansatz und die Ursachen.

Weiterlesen →
Ist eine NEN 3140-Schulung obligatorisch?

Nein, eine Ausbildung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die Regierung fordert jedoch, dass Sie nachweislich über die Kenntnisse und Mittel verfügen, um Inspektionen ordnungsgemäß durchzuführen.

Weiterlesen →
Ist eine Kalibrierung gemäß NEN 3140 obligatorisch?

Nein, die Kalibrierung von Messgeräten ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Unternehmen nehmen sie jedoch oft in ihr Qualitätssystem auf, wodurch sie sich selbst diese Verpflichtung auferlegen.

Weiterlesen →

Wir haben auch einen praktischen Online-Kurs entwickelt, in dem wir diese Inspektion auf praktische Weise erklären. Im Kurs sind auch das Lehrmaterial und eine Inspektionsliste in WORD enthalten. Der Kurs wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Die E-Learning-Inspektion elektrischer Geräte finden Sie in unserem Shop.

 

Autor: Drs. Richard Winter